Malen – wozu?

Vieles mache ich gern – kochen, lesen, tanzen, Yoga, radfahren. Aber nichts toppt das Malen. Wenn ich es einen Tag lang nicht tue, merke ich es an meiner Laune. Sie sinkt – erst minimal, nach mehreren Tagen rapide. Deshalb ist malen für mich etwas Essentielles in meinem Leben. Was mich auf die Idee brachte, warum es nicht anderen Menschen genauso gehen könnte.

Vielleicht ist nicht jeder Mensch ein Künstler. Aber Spaß mit Pinsel, Stift und Farben kann jeder haben. Was die meisten daran hindert, sind ihre Scheren im Kopf: Wie sieht DAS denn aus? Wozu soll das gut sein? Ich konnte noch nie gut zeichnen. Undsoweiterundsoweiter.

Wenn wir das alles beiseite lassen und uns auf den Prozess einlassen, erleben wir wunderbare Dinge. Plötzlich sind wir ganz bei uns selbst. Wir brauchen keine Ablenkung mehr. Uns ist der Abwasch egal, unsere kleinen Wehwehchen und was die Nachbarin über uns denkt. Alles Wurscht! Wer möchte das nicht mal erleben, wo wir doch oft wie ferngesteuert durchs Leben rasen?

Das Gute daran: Es ist einfach und braucht nur ein Blatt Papier und einen Stift. Probieren Sie es aus und gönnen Sie sich die Freude daran – egal wie Ihr Bild aussieht (Sie brauchen es niemandem zu zeigen). Zeichnen Sie Ihren Hund, Ihr Frühstück oder aus dem Kopf Ihr Fahrrad. Nicht das Ergebnis zählt sondern Ihr Erleben. Und ich würde mich freuen wie Bolle, wenn Sie mir dazu was schreiben oder sogar Ihr Bild schicken!