Dranbleiben lohnt sich

Beim Malen ist es manchmal knifflig zu bestimmen, wann ein Bild fertig ist. Soll ich noch daran weiterarbeiten oder ist es gut so? Wir möchten Fehler vermeiden und haben Angst, etwas kaputt zu machen. Ein Zuviel kann die Harmonie oder das Gleichgewicht aus dem Lot bringen und alles ruinieren. Ein Zuwenig (an Struktur, Tiefe, Farben) lässt ein Bild flau wirken. Manchmal erklären wir aber auch etwas vorschnell für beendet. Vielleicht sind wir müde oder lustlos, es ist nicht der richtige Tag dafür. Und später merken wir “Da geht noch was!”.

Richtig oder falsch gibt es kaum – am besten, wir trauen uns selbst eine Meinung zu. Dabei hilft es, das eigene Bild mit zeitlichem und räumlichen Abstand zu betrachten. Eine Nacht drüber zu schlafen, es aufzustellen oder aufzuhängen und aus ein paar Schritten Entfernung neu zu sehen.

Hier sind ein paar Beispiele aus meinem Freitagskurs im Haus Lörick. Sie zeigen, wie mit kleinen oder größeren Eingriffen ein Bild weiterentwickelt werden kann.